Orte am Starnberger See

Orte am Starnberger See

Nur wenige Kilometer südwestlich von München beginnt das so genannte Fünf-Seen-Land, zu dem neben den kleineren Gewässern von Wörthsee, Pilsensee und Weßlinger See noch der Ammersee und, der größte von allen fünf Seen, der Starnberger See gehört. Die Landschaft ist entstanden, als die Alpengletscher, die sich vormals hier erstreckten, zurückwichen und eine von Wasser dominierte Gegend hinterließen, die sich nach und nach in die heute liebliche Seenlandschaft verwandelte. Aufgrund ihrer lieblichen Lage, geschützt von den nahen Alpen und dennoch mit warmem Klima ausgestattet, siedelten schon früh die ersten Menschen im Fünf-Seen-Land. Die ältesten Funde menschlicher Besiedlung am Starnberger See sind etwa 30.000 Jahre alt.

Die größte Stadt am See ist Starnberg

Starnberger

Die größte Stadt am See ist Starnberg, die dem Gewässer seinen Namen gegeben hat. 25.000 Einwohner zählt die Kreisstadt, die im äußersten Norden des Sees liegt und mit der S-Bahn vom Münchner Hauptbahnhof aus in etwa 35 Minuten erreichbar ist. Weithin sichtbar ist das sehenswerte Schloss Starnberg, von dessen Gemäuer aus der See nahezu vollständig sichtbar ist, während im Hintergrund die hohen Gebirgszüge von Karwendel, Wetterstein und Mangfall zu sehen sind. Wenige Kilometer südöstlich davon befindet sich die kleinere Gemeinde Berg, an dessen Ufern im Juni 1886 die Leiche König Ludwig II. gefunden wurde. Eine kleine Kapelle gemahnt an den Tod des wunderlichen Herrschers. Einen Besuch wert sind auch der Berger Schlossgarten und die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt.

Ein Stück südlich liegt Münsing, etwa zwei Kilometer östlich des Seeufers befindet sich der Ortskern. Die beiden Teilorte Ammerland und Ambach hingegen liegen direkt am Ufer und verfügen über tolle Seebäder. Schräg gegenüber, im nördlichen Teil des westlichen Ufers, befindet sich die Gemeinde Feldafing mit einer eigenen S-Bahn-Station und darum von München aus gut zu erreichen. Hauptattraktion ist die dem Dorf vorgelagerte Roseninsel, auf der sich eine Villa von König Maximilian II. befindet, die im Jahr 1850 errichtet wurde. Südlich des Orts befindet sich ein herrschaftlicher Park, der einzige Hofgarten Bayerns, in dem sich kein Schloss befindet und schon darum einen Besuch wert ist. Etwas nördlich von Feldafing liegt Pöcking mit dem Schloss der österreichischen Kaiserin Elisabeth, genannt Sisi. Pöcking verfügt allerdings auch über wunderschöne Badestellen.

Im Südwesten vom Starnberger See

Seeshaupt

Im südwestlichen Bereich des Starnberger Sees befinden sich die Gemeinden Tutzing, Bernried und Seeshaupt (von Nord nach Süd gesehen). Während Tutzing für seine zahlreichen Feste und Traditionen bekannt ist und für die tollen Wander- und Radwege, kann Bernried darauf verweisen, im Jahr 2007 – völlig zu Recht – zu einem der schönsten Orte in Deutschland erklärt worden zu sein. Neben dem Kloster Bernried und dem Schloss Höhenried schmücken viele alte, bestens erhaltene Bauernhäuser den Ort, und ganz in der Nähe liegt das Bernrieder Filz, das älteste bayrische Moorschutzgebiet. Das Westufer wird im Süden mit der Ortschaft Seeshaupt abgeschlossen, die v.a. für das Geotop Osterseen bekannt ist, das in Deutschland zu einem der wichtigsten Naturschutzgebiete zählt. Darüber hinaus befinden, nahe Seeshaupt, sich am Ufer des Starnberger Sees jede Menge hübscher Badeplätze mit Sandstränden.