Berg

Berg am Starnberger See – ein Natur- und Kulturerlebnis der ganz besonderen Art

Berg am Starnberger See

Der Starnberger See gilt nicht nur deutschen Touristen als eines der beliebtesten Ausflugsziele, auch viele ausländische Urlauber genießen die wunderschöne Landschaft, die sich rund um den See erstreckt. Entlang des oberbayrischen Gewässers befinden sich mehrere Ortschaften, die nicht nur über eine lange Geschichte, sondern auch über einige Sehenswürdigkeiten verfügen, die durchaus einen Besuch wert sind. Einer dieser Orte ist Berg, eine Gemeinde, die sich am Ostufer des Starnberger Sees befindet.

Die Geschichte der Gemeinde Berg

Die Geschichte der Gemeinde Berg lässt sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen, denn prähistorische Funde belegen, dass das damals noch überschaubare kleine Bauern– und Fischerdorf schon von den Germanen besiedelt wurde. Berg besteht heute aus 14 Teilorten und zählt etwas mehr als 8.000 Einwohner. Im 17. Jahrhundert wurden die Mitglieder eines der ältesten deutschen Adelsgeschlechter, die Wittelsbacher, auf den Ort aufmerksam und brachten ihn unter ihren Einfluss. Der damalige Kurfürst von Bayern, Ferdinand Maria, erwarb am Starnberger See ein Stück Land und errichtete dort Schloss Berg, das bis heute als Familiensitz der Wittelsbacher bekannt ist. Ludwig II., ein weiteres berühmtes Mitglied des Wittelsbacher Adelsgeschlechts, nutzte das Schloss regelmäßig als Sommerresidenz und bewirtete dort Mitglieder der einflussreichsten europäischen Adelsgeschlechter.

Während des Zweiten Weltkriegs lag das Schloss unter staatlicher Bewachung. Selbst der italienische Außenminister, Galeazzo Giano, fand mit seiner Familie nach der Entmachtung Mussolinis Unterschlupf in einer der Villen Bergs. Inmitten der Gemeinde wurde in Gedenken an die 6887 Häftlinge des nahegelegenen KZs Dachau eine Bronzefigur errichtet.

Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Berg

Neben einem bekannten Mahnmal, das an die Schrecken der NS-Herrschaft erinnert, gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, die bei einem Besuch des oberbayrischen Ortes auf jeden Fall auf der „to see“-Liste stehen sollten. Ein Highlight der Gemeinde Berg ist die Votivkapelle, die zu Ehren Ludwigs II. errichtet wurde. Der etwas wunderliche Herrscher ertrank ja bekanntlich in den Gewässern des Starnberger Sees, die genauen Umstände seines Todes geben allerdings bis heute Rätsel auf. Die Kapelle befindet sich in einem Wäldchen knapp oberhalb der Fundstelle der Leiche und gilt auch heute noch als beliebter Treffpunkt von Königstreuen, die dort jährlich zum Todestag des Monarchen einen Gottesdienst abhalten. Neben dem Bismarckturm und dem bekannten Schloss Berg, das auf alle Fälle zu den beliebtesten Ausflugszielen dieser Region gehört, befinden hier sich viele Rad- und Wanderwege, die zum Radausflug und Spaziergang einladen.