Schloss Höhenried

Schloss Höhenried

Wilhelmina Busch, Nachfahrin vermögender Kaufleute, besuchte erstmals im Jahr 1914 den Starnberger See. Fasziniert von der Landschaft erwarb sie noch im gleichen Jahr mit ihrem damaligen Mann das Gut Adelsried.

Geschichte vom Schloss Höhenried

Das weitreichende Gelände wurde 1914 und 1927 von den Eheleuten Busch-Scharrer erworben. Zu dem Kauf gehörte die Postvilla von Bernried. August Scharrer verstarb im Jahr 1932 überraschend. Nachdem seine Frau bereits ein Jahr später eine weitere Ehe einging und diese auch kurze Zeit später wieder geschieden wurde, erfüllte sich Wilhelmina Busch den Traum eines eigenen Schlosses. Im Sommer 1939, kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, wurde das Schloss fertiggestellt. Das prachtvolle Schloss umfasste 60 Zimmer.

Nach dem die Amerikaner dem Krieg beitraten, siedelte Wilhelmina Busch in die Schweiz über, behielt aber ihren deutschen Pass. Im Jahr 1943 wurde das Schloss beschlagnahmt und für die Zeit von zwei Jahren beherbergte es eine orthopädische Klinik. Frau Busch hatte Angst, dass ihr Schloss dem Krieg zum Opfer fallen würde. Mit eisernem Willen gelang es ihr, das Genfer Rote Kreuz und die Schweizer Gesandtschaften nach Höhenried zu bringen. Durch deren Anwesenheit wurde ihr Besitz geschützt. Die Amerikaner beschlagnahmten nach Kriegende bis Anfang 1946 das Schloss und die Anlage.

Im Jahr 1942 lernte Wilhelmina Busch in der Schweiz den amerikanischen Generalkonsul Samuel Woods kennen. Mit ihm kehrte sie im Herbst 1946 nach Höhenried zurück und zwei Jahre später heirateten die beiden. Durch das hohe Ansehen und die berufliche Stellung Woods fanden in den darauffolgenden Jahren zahlreiche gesellschaftliche und politische Höhepunkte in Höhenried statt. Die Eheleute hegten großes Interesse am Erhalt des Schlosses und des Grundbesitzes. Der Park mit einer Größe von etwa 60.000 Quadratmetern wurde komplett neu angelegt. Ein 80 Hektar großes Stück stifteten die Eheleute 1950 dem Nationalpark Bernried. Als Auflage legten sie fest, dass das Gelände nicht verändert werden dürfte.

Im Jahr 1952 verstarb Wilhelmina Busch und nur ein Jahr später auch ihr Ehemann. Beide wurden im Höhenrieder Park beigesetzt. Drei Jahre später erwarb der auch noch heutige Besitzer, die Deutsche Rentenversicherung Oberbayern, die Anlage und errichtete ein Klinikum.

Das Schloss heute

Durch die zu Lebzeiten festgelegten Auflagen befindet sich das Schloss mit der Klinik heute mitten in einer prächtigen Parkanlage und alten Baumbeständen. Wiesen und Waldflächen erstrecken sich bis hinunter zum Starnberger See.

Im Klinikum werden regelmäßig Seminare abgehalten. Die Übernachtungsmöglichkeiten im Schloss lassen noch an die alte Zeit erinnern und sind auch für Besucher buchbar.

Beim Spazieren durch die weitläufige Parkanlage werden einige Gäste an die sechsteilige Fernsehreihe „Kir Royal“ erinnert. Die Parkanlage war einer der Drehorte für diese Serie. Das bereits von den Eheleuten Busch-Woods angelegte Gehege mit weißen Damhirschen ist auch heute noch eine Attraktion auf dem Gelände.

Regelmäßig finden Ausstellungen im Schloss und auf dem Gelände statt. Ob Kunsthandwerk oder moderne Objekte, die Ausstellungen sind immer bestens besucht und eine Reise wert.

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