Schloss Garatshausen

Schloss Garatshausen am Starnberger See

Unmittelbar am Seeufer und nur eine knappe Fußstunde von Possenhofen entfernt liegt das verträumte Schloss Garatshausen. Lange Zeit war es im Besitz der herzoglichen Familie und das Flair der herrschaftlichen Zeit ist an jeder Ecke anzutreffen.

Geschichtliches

Das quadratische Gebäude mit vier Ecktürmen wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von dem Münchner Patrizier Kasper Weiler erbaut. 1834 erwarb Herzog Max, dem bereits das Schloss in Possenhofen gehörte, das Schloss und deren Anlagen. Mehrere Jahrzehnte wurde das Schloss nicht genutzt, da die Familie genug Platz in Possenhofen hatte. Der Vater, der späteren Kaiserin Elisabeth, enterbte seinen ältesten Sohn Ludwig im Jahr 1867, da er nicht standesgemäß eine Schauspielerin heiratete. Als Abfindung erhielt er das Schloss Garatshausen. Ludwig lebte mit seiner Frau in einem Nebengebäude und lediglich Elisabeth kam oft zu Besuch und verbrachte Zeit in dem Schloss. Einige Jahre später vermachte Ludwig das Schloss seiner Schwester Marie, welche keinen guten Kontakt mit Elisabeth hatte. Dadurch kam die spätere Kaiserin nicht mehr nach Garatshausen. Nach Marie erhielt die älteste Schwester Helene das Anwesen. Sie heiratete den Erbprinzen Maximilian von Thurn und Taxis. Unter ihrer Anleitung wurden die Kapelle und das „neue“ Schloss errichtet.

Nach den Ableben Helenes ging der Besitz gänzlich an die Fürsten von Thurn und Taxis über. Sie nutzen auch heute noch das Schloss als Sommerresidenz.

Das Schloss heute

Heute gehört das neue Schloss dem Landkreis Starnberg, welcher ein Altenheim in dem Gebäude unterbrachte. Der Park ist nur auf dem Gebiet des Altenheimes zu besichtigen. Auch das eigentliche Schloss ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Einige Male im Jahr wird der Privatpark geöffnet und kann gegen Eintrittsgeld besichtigt werden. Besonders in der Weihnachtszeit ziehen Märkte und Schausteller zahlreiche Reisende und Interessierte an. Das Café, welche zum Altenheim gehört ist für jeden und die ganze Woche geöffnet. Auch so kann auf den Spuren Elisabeths und der Fürsten gewandert werden. Der einmalige Blick und der liebevoll gepflegte Park versprühen immer noch den Charme der hoheitlichen Zeit.

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