Die Roseninsel - ein Unikat

Luftaufnahme der Roseninsel im Starnberger See Die Roseninsel ist alles andere als gewöhnlich. Ganz im Gegenteil: Dieses Eiland inmitten des Starnberger Sees ist die einzige Insel, die überhaupt zu dem Gewässer gehört. Seit geraumer Zeit steht das gerade einmal 2,56 Hektar große autofreie Eiland nun schon unter Landschafts- und Denkmalschutz. Und noch eine Besonderheit zeichnet die Roseninsel aus, denn auf der Insel lebt nur ein einziger Einwohner – der Gärtner.

 

Erste Spuren verweisen auf eine Besiedlung um 3.700 v. Chr.

Die etwa 170 Meter vom Westufer entfernte Insel wurde vermutlich erstmals um 3.700 v. Chr. bewohnt. Diverse Funde wie prähistorische Pfahlbausiedlungen deuteten darauf hin, dass die Roseninsel in der Vergangenheit vermutlich wie eine Kultstätte betrachtet wurde. Diese Pfahlbauten sind auch der Grund dafür, weshalb die einzige Insel des Starnberger Sees mittlerweile zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört und somit besondere Pflege erhält. Doch nicht nur in der Vergangenheit sorgte die Roseninsel für Aufsehen. Heute ist das Naturparadies mit seinen wunderschönen Garten- und Parkanlagen auch für Bauten wie das Casino bekannt.

Eine Augenweide – ein Garten voll hochstämmiger Rosen

Dieses Casino war das ehemalige Sommerhaus des hier im 19. Jahrhundert ansässigen König Maximilian II. Der König ließ einen prachtvollen Garten um das Sommerhaus errichten, der geradezu mit hochstämmigen Rosen gesäumt war – somit war die Grundlage für den Rosengarten gelegen. In diesem Rosengarten – dem ovalen Rosarium – sind hunderte der Duftrosen angepflanzt. Diese Pflanzenvielfalt ist natürlich auch der Grund dafür, weshalb das Eiland den klangvollen Namen ‚Roseninsel’ erhalten hat. Heiratswillige kehren immer wieder auf der Roseninsel ein, um sich im Casino und dem wunderschönen Rosengarten das Ja-Wort zu geben. Doch nicht nur das Casino, sondern auch das nahe gelegene Gärtnerhaus ist einen Besuch wert. Dieses zweistöckige Haus ist das Zuhause des auf der Insel lebenden Gärtners. Zugleich beherbergt das Gärtnerhaus ein Museum, in dem die Gäste einen Überblick über die Funde der Insel erhalten.

Mit der Fähre auf eine autofreie Insel

Rund 4.000 Besucher überzeugen sich pro Monat von der Schönheit dieser kleinen Naturoase. Über eine Fähre erreichen Reisende die Roseninsel innerhalb weniger Minuten. Da gastronomische Einrichtungen auf dem Eiland jedoch nicht vorhanden sind, ist das Übernachten auf der Roseninsel nicht möglich.

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