Surfen am Starnberger See

Surfen am Starnberger See

Zugegeben! Es gibt klassischere Surfreviere als den Starnberger See. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie an diesem Gewässer keine Möglichkeiten zur Ausübung der Sportart finden. Im Gegenteil! Der fünftgrößte See Deutschlands ist ein gutes Terrain für Einsteiger, die erste Erfahrungen auf dem über Wellen gleitenden Brett machen möchten.

Böige Verhältnisse bei aufkommendem Westwind

Optimale Surfbedingungen mit ausreichend Wind bietet der Starnberger See an etwa 20 Tagen des Jahres. Dominiert an dem Gewässer schlechteres Wetter, das durch Westwinde verursacht wird, ist es lohnenswert sich aufs Surfbrett zu stellen. Weil die Westwinde allerdings sehr böig sind, ähnelt die Wahl der geeigneten Segelgröße einem Glücksspiel. Doch wer nicht wagt, auch nicht gewinnt! Die Wahl des richtigen Standortes sollten Sie hingegen nicht dem Zufall überlassen. Weil der Ostwind am Starnberger See eine echte Rarität ist, sollten Sie das Surfvergnügen am Westufer außen vor lassen. Die einzige Ausnahme ist der Strand in Tutzing, an dem Sie gelegentlich in den Genuss eines unvergesslichen Surfvergnügens kommen.

Eine große Surfschule im Surfrevier St. Heinrich

Einer der begehrtesten Surfspots am Starnberger See ist St. Heinrich. Im südlichen Teil des Gewässers in einer größeren Bucht gelegen, begegnen Sie hier einem verhältnismäßig großen Stehgebiet. Der Nachteil dieses Surfareals ist, dass Sie im Revier zahlreiche Liegeplätze von Segelbooten umfahren müssen. Verlassen Sie mit Ihrem Surfbrett den Stehbereich, müssen Sie den Segelbootbereich erst hinter sich lassen. In St. Heinrich kommt es Ihnen zugute, dass Sie vor Ort eine Surfschule finden, in der Sie sich auf Wunsch auch Material ausleihen können. Mit etwas Glück ist bei gutem Wetter auch der hier befindliche Kiosk geöffnet. Obwohl die Liegeplätze der Segelboote insbesondere für Anfänger sicherlich eine besondere Herausforderung sind, eignet sich das Revier St. Heinrich bestens für Surf-Anfänger. Es herrscht kein Schifffahrtsverkehr und bei einer leichten Sommerbrise stehen auch unerfahrene Surfer zumeist relativ sicher auf dem Surfbrett. Erfahrene Surfer nutzen eher die Frühlingszeit oder stürmische Herbsttage für ihren Wellenritt.

Surfkurse für jede Zielgruppe

Möchten Sie erste Erfahrungen auf dem Surfbrett am Starnberger See sammeln, ist die hier befindliche Surf- und Catamaranschule in der Buchscharnstraße Ihr richtiger Ansprechpartner. Am südöstlichen Ende des Gewässers erreichen Sie das Wassersportzentrum zwischen München und Garmisch-Partenkirchen, indem Sie auf der Autobahn A95 die Ausfahrt Seeshaupt wählen. Ihnen bleibt die Qual der Wahl aus Surf-Privatstunden, Kombinationskursen oder einem Surf-Schnupperkurs. Außerdem dürfen Sie im Wassersportzentrum an Kinder- und Jugendkursen, Auffrischungskursen sowie Fortgeschrittenenkursen teilnehmen. Wie bereits erwähnt, bietet Ihnen die Surf- und Catamaranschule Verleihmöglichkeiten. Für einen Zeitraum Ihrer Wahl erhalten Sie beispielsweise ein Brett mit Segel sowie im Preis enthaltene Anzüge und Schuhe. Wählen Sie einen Surfkurs, sind die Mieten für die Materialien stets im Preis enthalten.

Auch diese Surfspezialisten stehen Ihnen vor Ort zur Verfügung

Allerdings ist dieses Sportzentrum nicht die einzige Surfschule am Starnberger See. Surf Tools ist ein Sportshop in Starnberg, der mit einem umfangreichen Repertoire an Surfequipment aufwartet. Das Surf- und Segelcenter Tutzing offeriert ebenfalls Surfkurse für unterschiedliche Zielgruppen. All diese Kurse sind auf die Bedürfnisse von Anfängern ausgerichtet, aber für bestimmte Altergruppen konzipiert. Einerseits bietet das Surf- und Segelcenter Surfkurse für Kinder und Jugendliche an, die sich über zwei bis drei Tage erstrecken. Die Surfkursdauer beim Lehrgang für Erwachsene ist ebenso lang und findet entweder an Wochentagen oder Wochenenden statt. Kunden dieses Wassersportzentrums erhalten ebenfalls die Gelegenheit, entsprechendes Surfzubehör – mit oder ohne Teilnahme an einem der Kurse – gegen ein Entgelt zu mieten.

Das Ammerland: Für viele Surfer die erste Wahl!

Ein weiterer Surfbereich am Ostufer ist das Ammerland. Mit Ihrer Surfausrüstung im Gepäck, erstreckt sich vor Ihnen ein großes attraktives Erholungsgebiet. Ihnen stehen in der Nähe des Wassers rund 2.000 Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Aus Gründen des Vogelschutzes dürfen Sie auf dem Gewässer von Anfang Oktober bis Ende März nicht surfen. Aufgrund fehlender Kontrollen müssen Sie beim Verstoßen gegen diese Regel zumeist nicht mit schlimmen Konsequenzen rechnen. Damit Sie auf dem Wasser nicht die Orientierung verlieren, ist das Erholungsgebiet an beiden Endpunkten mit Stegen markiert, die Sie zugleich über das Ende des Stehbereichs auf einer Höhe von etwa 30 Metern informieren. Bitte wundern Sie sich nicht, dass im Ammerland zur Frühlings- und Herbstzeit auch viele Einheimische den Ritt auf den Wellen versuchen.

Ist der Starnberger See die Wiege des Windsurfsports?

Übrigens gibt es Stimmen, die verlauten lassen, dass der Starnberger See der Geburtsort des Windsurfsports ist. Bewiesen ist diese These nicht. Allerdings könnten die leichten Winde sowie das flache Ufer Gründe dafür sein, diese Theorie zu bestätigen. Die einzige Möglichkeit, dass auch zur Sommerzeit etwas stärkere Winde auftreten, besteht bei sehr starkem Föhn. Unter diesen Bedingungen erhöht sich die Möglichkeit, dass Südwind in der Seeshaupter Bucht entsteht. Weitere potenzielle Surfgebiete finden Sie am nördlichen Ende Starnberger Sees im Naherholungsgebiet Kempfenhausen oder im Erholungsgelände Schwaiblbach. Außerdem gewähren Ihnen das Naherholungsgebiet „Paradies“ auf der Höhe von Possenhofen oder die Steilwand bei Allmannshausen gute Einstiegsmöglichkeiten ins Wasser. 

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