Wassertemperatur am Starnberger See

Wassertemperatur am Starnberger See

Der Starnberger See ist ein Gewässer in Bayern, das mit seinen Abmaßen als fünftgrößter See Deutschlands gilt. Weil der See eine Durchschnittstiefe von über 53 Metern erzielt, ist der Starnberger See das zweit-wasserreichste Gewässer des Landes. Diese besondere Tiefe wirkt sich auch in besonderer Weise auf die Wassertemperaturen dieses Touristenmagneten aus. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Gewässern kühlt der Starnberger See nur sehr langsam ab und erwärmt sich im Gegenzug genauso langsam. Darauf basierend, durchmischt sich das große Wasser nur einmal im Jahr im Frühjahr. Der See gilt dementsprechend als monomiktisch. Erstaunlich ist angesichts der geographischen Lage des Starnberger Sees, dass kein alpiner Zufluss besteht. Bedingt durch die Höhenlage, speist sich der große Weiher nur aus kleinen oberflächigen Fließgewässern sowie mehreren unterirdischen Quellen.

Im warmen Winter gefriert der Starnberger See so gut wie nie

Beim Blick auf die jährliche durchschnittliche Wassertemperatur wird deutlich, dass das Gewässer nur selten gefriert. Die tiefsten Temperaturen erreicht der Starnberger See im Durchschnitt im Januar. Doch auch in diesem Monat bewegen sich die Temperaturen mit Maximalwerten von vier Grad Celsius in vielen Jahren deutlich im Plusbereich. Höchstwerte von etwa fünf Grad Celsius werden am Starnberger See im Dezember, Februar und März erzielt. In den Folgemonaten ziehen die Temperaturen langsam, aber sicher an. Im Durchschnitt ist der April der einzige weitere Monat des Jahres, in dem sich die Wassertemperatur des Starnberger Sees im einstelligen Bereich bewegt. Sieben Grad Celsius werden im Regelfall in diesem Monat vermessen, bevor die Tendenz eindeutig nach oben zeigt.

  Durchschnittliche Wassertemperatur am Starnberger See
  Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
  Wassertemperatur 4°C 5°C 5°C 7°C 12°C 20°C 22°C 24°C 23°C 17°C 12°C 5°C

Im August ist es im Starnberger See am wärmsten

Hartgesottene wagen bereits im Mai den ersten Badeversuch im Starnberger See. Innerhalb eines Monats klettern die Temperaturen auf dem Quecksilber mit etwas Glück von April bis Mai um fünf Wertpunkte auf insgesamt zwölf Grad Celsius. In den Folgemonaten ziehen die Temperaturen deutlich an, so dass im Juni mit Höchstwerten von 20 Grad Celsius sowie zwei weiteren Grad im Juli bereits beste Badebedingungen herrschen. Im August erreichen die Wassertemperaturen am Starnberger See ihren Höhepunkt. Nicht nur in besonders heißen Sommern klettern die Temperaturen zu dieser Zeit auf bis 24 Grad Celsius an. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um in die angenehm warmen Wogen des Gewässers einzutauchen und den Sommer von seiner schönsten Seite zu genießen. Erstaunlich warm ist es im Starnberger See noch immer im September. Im Vergleich zum Vorgängermonat sinken die Temperaturen zum Herbstbeginn nur um ein Grad Celsius auf 23 Grad. Im Oktober und November ist ein deutlicher Abwärtstrend spürbar. Mit Maximaltemperaturen von 17 Grad im Oktober oder kalten 12 Grad Celsius im November passen sich die Wassertemperaturen deutlich den unter freiem Himmel herrschenden Außentemperaturen an.

Auch so kalt kann das Gewässer sein

Stellen diese Zahlen die Maximalwerte dar, präsentieren die Minimaltemperaturen ein völlig anderes Bild von den Bedingungen am Starnberger See. Herrscht draußen klirrende Kälte, ist es im Zeitraum von Dezember bis in den März hinein durchaus möglich, dass sich auf dem Gewässer eine Eisschicht bildet. Besonders hoch sind die Chancen auf eine Eisdecke im Januar, wenn der See in harten Wintern Minuswerte von bis zu minus fünf Grad Celsius erreicht. Im Dezember sowie Februar wurden bereits Tiefststände von etwa minus vier Grad Celsius erzielt. Ein erster Trend in Richtung Wärme vollzieht sich im März als einem Monat, in dem der Starnberger See in der Regel nie kälter als ein Grad Celsius unterm Gefrierpunkt ist. Wartet das Gewässer im April mit kalten Temperaturen noch zögerlich mit Temperaturen von drei Grad Celsius auf, erhöhen sich gar die Minimalwerte im Mai schon auf sieben Grad Celsius. Zum Glück vieler Badeurlauber ist es eher die Ausnahme, dass das Quecksilber im Wasser im Juni und Juli nicht über zehn oder zwölf Grad klettert.

Kaum vorstellbar: Nur zwölf Grad Celsius im August

Statistisch sollen auch schon August-Monate aufgezeichnet worden sein, in denen im Starnberger See nicht mehr als zwölf Grad Celsius gemessen wurden. Deutlich kühler geht es in kalten Herbstabschnitten von September bis November weiter. Bewegen sich die Wassertemperaturen am Starnberger See auf dem Tiefststand, hat ein Sprung in den Starnberger See im September bei Temperaturen von minimal neun Grad Celsius nichts mit einer angenehmen Erfrischung gemeinsam. Ein Bad in dem Gewässer im Oktober oder November ist bei Temperaturen von vier Grad Celsius im Oktober oder Werten um den Gefrierpunkt nur einen Monat später nur noch im Neoprenanzug möglich.

Ist der See zu kalt, locken diese Ausflugsziele

Bezaubert der Starnberger See auf Ihrer Reise den einen oder anderen Tag nicht mit lupenreinem Badewetter, zieht Sie die Region mit einer Vielzahl mitreißender Sehenswürdigkeiten in den Bann. Bei Ausflugszielen wie dem imposanten Schloss Possenhofen oder dem Buchheim Museum spielt es keine Rolle, ob vor der Tür die Sonne scheint oder nicht. Auch die idyllische Roseninsel oder das prunkvolle Schloss Berg sind willkommene Ausflugsmöglichkeiten, um kälteren Wassertemperaturen am Starnberger See zu entrinnen. 

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